Jungbauern-Obmann Kast ad SP-Klubobmann Schieder: „Forderung ist Schlag ins Gesicht aller Bäuerinnen und Bauern“

31. Mai 2017

SP-Klubobmann Andreas Schieder fordert in der aktuellen Ausgabe der Tageszeitung „Heute“ eine Umschichtung des EU-Budgets in Richtung Infrastruktur. Obmann Kast ist erbost: „Das wäre der Todesstoß für die bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich!“

„Andreas Schieder wechselt wieder einmal politisches Kleingeld auf dem Rücken der hart arbeitenden Bäuerinnen und Bauern, anders ist seine Aussage in der Tageszeitung ´Heute´ nicht erklärbar“, zeigt sich Jungbauern-Chef Kast entsetzt. Der Klubobmann der SPÖ fordert in der aktuellen „Heute“-Ausgabe eine Umverteilung des EU-Budgets, wörtlich meint er: „Weniger Geld für Kühe, mehr für Infrastruktur.“ Stefan Kast, der 50.000 junge Bäuerinnen und Bauern im Bundesgebiet vertritt, ist schockiert: „Sein Vorschlag setzt die Zukunft tausender bäuerlicher Familienbetriebe in Österreich aufs Spiel.“

Kast: „Will Schieder eine Industrialisierung der Landwirtschaft?“
Für den ländlichen Raum wäre eine Umschichtung der EU-Gelder eine Katastrophe, schließlich sichern diese über 100.000 Arbeitsplätze in den Regionen. Nicht nur das, mit den Zahlungen wird auch die kleinstrukturierte, familiäre Landwirtschaft geschützt: „Ohne diese Unterstützung würde die Industrialisierung des Agrarsektors massiv voranschreiten. Will Schieder das?“, so Kast weiter. Er weiß: „Die Unterstützung der öffentlichen Hand stellt einen Ausgleich für die eindeutig höheren Lebensmittelstandards und die unzähligen Leistungen der Bäuerinnen und Bauern wie etwa der Landschaftspflege dar. Leistungen, die durch den Markt schlicht nicht abgegolten werden, jedoch für den Tourismus unabdingbar sind.“

Ausgaben für Land- und Forstwirtschaft weniger als 1 Prozent
Zurzeit liegt der Anteil der Agrargelder bei ca. 38 Prozent des EU-Budgets. Dieser ergibt sich nur daraus, als dass die Landwirtschaftspolitik der einzig vergemeinschaftete Politikbereich ist. „Wenn man die Gesamtbudgets der EU-Staaten näher betrachtet, kann man feststellen, dass die Ausgaben für die Land- und Forstwirtschaft unter einem Prozent liegen“, stellt Kast klar.