Jungbauernschaft: Steuerreform bringt Anreize für junge Hofübernehmer

30. April 2019

Broidl: „Umsetzung eines Junglandwirte-Pakets vorantreiben“

Erfreut zeigt sich die Österreichische Jungbauernschaft angesichts der heute präsentierten Details zur geplanten Steuerreform. „Als Vertretung der heimischen Junglandwirtinnen und Junglandwirte stimmt es uns optimistisch, dass die Land- und Forstwirtschaft bei den Verhandlungen besondere Berücksichtigung gefunden hat. Die einzelnen Maßnahmen werden für eine merkliche Entlastung bei unseren landwirtschaftlichen Betrieben sorgen“, erklärt Bundesobmann Franz Xaver Broidl nach der heutigen Präsentation des Steuer-Entlastungspakets.

Steuerlicher Risikoausgleich und KV-Beitragssatz-Absenkung als wichtige Maßnahmen

Insbesondere die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsmaßnahme zur besseren Absicherung der Landwirte gegen Ertrags- und Preisschwankungen wird seitens der Jungbauern begrüßt. „Gerade in Zeiten stetig steigender Risiken – unter anderem aufgrund extremer Wetterkapriolen oder unberechenbarer Marktschwankungen – ist dieses Instrument für die Land- und Forstwirtschaft absolut notwendig“, zeigt sich Broidl zuversichtlich. Eine weitere vorgestellte Maßnahme betrifft die Absenkung des Beitragssatzes zur Krankenversicherung und somit eine Senkung der SV-Beiträge. Zehntausende Betriebe in Österreich werden davon profitieren.

Soziale Absicherung im Alter als Signal an Junglandwirte

Nach wie vor sehen sich viele Altbauern mit niedrigen Pensionen konfrontiert. Das wirkt sich spürbar auf die Bereitschaft der Jungen, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu übernehmen, aus. „Mit der Erhöhung der Pensionsversicherungs-Beitragsgrundlage für hauptberuflich beschäftigte Kinder bis zum 27. Lebensjahr geht eine spürbare Verbesserung der sozialen Absicherung im Pensionsalter einher. Für unsere zukünftigen Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer sind genau das die Impulse und Anreize, die gesetzt werden müssen, um den Einstieg in die Landwirtschaft attraktiver zu machen“, führt Generalsekretär Andreas Kugler aus. Auch eine Reihe von Verwaltungsvereinfachungen stößt auf Zustimmung seitens der Jungbauern-Vertreter.

Immense Verantwortung verdient optimale Rahmenbedingungen

In Österreich wird gerne auf den im EU-Vergleich sehr hohen Anteil an Jungbäuerinnen und Jungbauern verwiesen. „Das dürfen wir keinesfalls als selbstverständlich hinnehmen. Wir Jungbauern sehen uns immer stärker mit ökonomischen und klimatischen Unsicherheiten konfrontiert. Die heute vorgestellten Maßnahmen sind dahingehend wichtige Bausteine im Ökosystem Junge Landwirtschaft“, gibt Kugler mit Blick auf die laufenden Verhandlungen zur

zukünftigen Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu bedenken. „Die präsentierten Vorschläge erfüllen wesentliche Punkte, die im Regierungsprogramm festgeschrieben wurden. Dieses sieht auch die Erarbeitung und Umsetzung eines Junglandwirte-Pakets vor. Wir werden uns weiterhin intensiv dafür einsetzen, dass unsere Jungbäuerinnen und Jungbauern die notwendige politische Unterstützung erhalten, die ihnen angesichts ihrer immensen Verantwortung zusteht“, so Broidl abschließend.