Versorgungssicherheit als Grundprinzip

Reiter: Versorgungssicherheit als Grundprinzip

Utl.: Jungbauern fordern zukunftsorientierte Ausgestaltung der GAP

 

(Wien, 06. April 2021) Auf die Anliegen und Bedenken der Jungbäuerinnen und Jungbauern zu den derzeitigen politischen Entwicklungen im Klimabereich aufmerksam machen – das war das Ziel eines virtuellen Dialoges des Europäischen Junglandwirterates (CEJA) mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Frans Timmermans. Dieser agiert federführend bei der Umsetzung der EU-Klimaziele. Auch die Österreichische Jungbauernschaft war mit Carina Reiter, Nationalratsabgeordnete und Präsidiumsmitglied der Jungbauern, bei der Diskussion zum Green Deal und insbesondere der Farm-to-Fork Strategie dabei.

Versorgungssicherheit als politisches Grundprinzip

„Es wird immer wieder hervorgehoben wie wichtig unsere Landwirtschaft ist, denn sie ernährt schließlich unsere Bevölkerung. Gerade in Krisenzeiten sehen wir wichtig es ist, dass die Versorgung mit Lebensmitteln sichergestellt ist. In meinen Augen sollte sich deshalb die Versorgungssicherheit als festes Grundprinzip in der Politik widerspiegeln und Bestandteil einer jeden politischen Strategie sein“, erklärt Reiter. So umfassende Maßnahmenpläne wie der Green Deal können nur funktionieren, wenn jeder seinen Beitrag leistet.

Hohe Anforderungen als Herausforderung für die junge Generation

Die stetig wachsenden Ansprüche im Klimabereich stellen unsere junge Generation aber vor große Herausforderungen. „Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer brauchen Perspektiven und die Möglichkeit selbst zu entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen. Trotz hoher Standards muss gewährleistet sein, dass durch die Weiterführung eines Betriebes auch ein überlebensfähiges Einkommen gesichert ist. Hierfür braucht es nicht nur praxisnahe und umsetzbare Maßnahmen, sondern auch eine dementsprechende finanzielle Abgeltung für Mehrleistungen“, weist Reiter auf die Problemstellungen der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hin.

Forderung nach vier Prozent Junglandwirte Top-Up

Um eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft und somit auch die Lebensmittelversorgung weiterhin sicherzustellen, bedarf es dementsprechender Unterstützungsmaßnahmen für Jungbäuerinnen und Jungbauern in der GAP. „Eine klare Forderung seitens der Österreichischen Jungbauernschaft ist die Bereitstellung von mindestens vier Prozent des Finanzrahmens der ersten Säule als Junglandwirte Top-Up. Um Planungssicherheit zu garantieren, darf es innerhalb der Periode auch keine Änderungen der Rahmenbedingungen bzw. Kürzungen geben“, appelliert Reiter abschließend für eine zukunftsorientiere Ausgestaltung der GAP.

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