Kommentar: Suizid, und jetzt?

20. November 2020
Kommentar: Suizid, und jetzt?

Kommentar der Jungbauern:

 Suizid, und jetzt?

„Heikel, geschmacklos, oarg“ So kommentieren User das Facebook-Posting auf der Seite des Bergerhof Krakauebene, auf dem augenscheinlich ein Selbstmord in einem Stall nachgestellt wurde.

Darf man nun über Suizid nicht sprechen? Doch, es ist kein Tabuthema meint Jungbauern-Obmann Franz Xaver Broidl. „Reden wir über die Herausforderungen für die Landwirtschaft und unsere Zukunft, die freilich nicht immer rosig ist. Aber bitte schrecken wir die Jugend nicht mit pietätlosen Beiträgen in Sozialen Medien ab. Das ist niveaulos und hat in so einer radikalen Form nichts in Sozialen Medien zu suchen“, so der Jungbauern-Obmann. Medienberichte über Suizid sind mitten in der Krise wohl kein gesunder Nährboden für Hofübernehmer.

Appell der Jungbauernschaft: „Über Herausforderungen ehrlich miteinander reden und nicht den Kopf in den Sand stecken! Optimismus ist auch unter ungünstigen Umständen möglich. Ein Bauer ist zu allererst ein freier Unternehmer, der auf seine fachlichen Stärken, seine Innovationskraft und seine unternehmerischen Fähigkeiten baut. Aufgabe der Politik ist es, die Bäuerinnen und Bauern bestmöglich dabei zu unterstützen – sich allein auf die Politik zu verlassen ist weder ein bäuerlicher Zugang noch im Sinne einer ökosozialen Verantwortung. Wichtig ist, dass man über alles reden kann und bestenfalls auch politisch mitgestaltet.“